Der Geräuschemacher als Tongestalter


Als Tongestalter ist Max Bauer für Theaterproduktionen und Performances im In- und Ausland tätig. Er kreiert Klanglandschaften für Hörspiele, Filme, Ausstellungen, Events etc. In seinen Kompositionen arbeitet er mit selbst hergestellten oder in der Umwelt aufgenommenen Geräuschen und mischt sie in seinem Studio mit eigener Musik oder Sampels aus dem Geräuschearchiv.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit als Tongestalter für Theater ist die Herstellung von Geräuschen auf der Bühne. Die Schauspieler nutzen Requisiten, Kostüme, Teile der Bühne als Klangkörper und komponieren das Sound Design des Stückes live und sichtbar.
Die Gegebenheiten der Bühne wie Raumklang, Nebengeräusche usw. werden nicht als störend empfunden sondern ebenso als Material genutzt. Während der Proben trainieren die Schauspieler die Arbeit mit Geräuschen und erforderliche Einspieler werden vorproduziert.

„Theater ist niemals nur ein Schau-Raum (theatron), sondern immer auch ein Hör-Raum (auditorium). In ihm erklingen sprechende oder singende Stimmen, Musik, Geräusche. Bereits im griechischen Theater wurde mit speziellen Geräuscheffekten gearbeitet; so wurde das Geräusch des Donners mit dem Bronteion erzeugt, einem aufgespannten Fell, auf das man aus einem Erzbehälter Bleikugeln prasseln ließ, oder einem Metallbecken, in das man Kieselsteine schüttete.“
(Erika Fischer-Lichte – Ästhetik des Performativen)